Metallinnung Karlsruhe

Chronik


"Gegründet 1725
  alt - und doch jung geblieben!"

Was bedeuten diese Jahre? Wenig -  wenn man diesen Zeitraum mit dem Jahrtausend vergleicht, dessen letzte Schwelle wir berschritten haben - viel, wenn man ihn im Alter der Stadt Karlsruhe vergleicht, die 1715 gegründet wurde.
Damals legte Markgraf Carl Wilhelm den Grundstein zu seinem Schloss und zu der Stadt, rief unter anderen auch Handwerker auf, beim Bau mit zuhelfen und sich im neuen Carlsruhe niederzulassen. Er räumte ihnen Freiheiten und Privilegien ein, die sie nirgend sonstwo bekamen.
Und zehn Jahre später, im Jahre 1725, gab der Landesherr und Stadtgründer "jedermann kund und zu wissen, daß die getreuen und lieben Unterthanenen die Schlosser-, Büchsen-, Großuhren-, Winden-, und Werkzeugmacher, Messereschmiede und Feilenhauer .... einer besonderen Zunft angehören."
Das war die Geburtstunde der Karlsruhe Zunft. Mehrmals seit dem Fürsten und Regenten, Kaiser und Diktatoren gewechselt, mehrmals wechselte auch der Name der Zunft, aus der später die Innung hervorging. Der Grund des Namenswechsels war politischer Natur, manchmal aber auch Zusammenschlüsse einzelner kleinerer Innung zu einer großen Innung, wie im Jahre 1971, als die "Schlosser-, Schmiede-, und Maschinenbauerinnung" gegründet wurde. Sie war der Vorgänger der heutigen "Metall-Innung-Karlsruhe".
Unter diesem Namen sind heute leistungsfähige Betriebe des metallverabreitenden Handwerks aller Größenordung zusammengeschlossen. Alle diese Betriebe pflegen die handwerkliche Tradition verbunden mit der Aufgeschlossenheit für den technischen Fortschritt - immer mit Blickrichtung Zukunft. Vorrangig aber steht in allen Betrieben die Ausbildung des Nachwuchses zu Facharbeitern. Fachlich hochqualifizierte Metallbauer und Feinwerkmechaniker aller Fachrichtungen werden immer gesucht - selbst in Zeiten Rezession!
Ablegung der Meisterprüfung und der Schritt in die Selbstständigkeit krönen auch heute noch die fachliche Laufbahn, nicht aber die Lehrzeit! Denn wann hat ein Metallbauer ausgelernt?
"Wenn alle Finger seiner Hände gleich lang sind! - Also nie!"  

24.03.2003

  

 

Verordnung für die Erprobung einer neuen Ausbildungsform für die Berufsausbildung zum Metallbauer und Feinwerkmechaniker wurde eingeführt

04.07.2002 

 

 

 

Neue Berufsbezeichungen wurden eingeführt
für Dreher, Werkzeugmacher und Maschinebauer gibt es einen Überbegriff Feinwerktechnik mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Feinwerktechnik und Werkzeugbau
Bei den Metallbauern gibt es nun die Fachrichtung Konstruktionstechnik, Metallgestalter und Fahrzeugbau

01.11.2000

 

 

Frau Doris Ort wird als Nachfolgerin von Frau Doris Kutterer eingestellt, da diese aus Altersgründen ausscheidet. 

27.05.2000 

 

Festabend im Kongresszentrum anlässlich des 275jährigen Jubiläums der Innung. 

07.11.1990 

 

 

aufgrund dieser neuen Berufsbezeichnungen nennt sich die Innung jetzt "METALL-INNUNG-KARLSRUHE" - Metallbauer-, Maschinenbaumechaniker-, Werkzeugmacher- und Dreher-Handwerk 

26.03.1998 

 

Matthias Baumstark wird zum neuen Obermeister dieser Innung gewählt

07.11.1990 

 

aufgrund dieser neuen Berufsbezeichnungen nennt sich die Innung jetzt "METALL-INNUNG KARLSRUHE" - Metallbauer-, Maschinenbaumechaniker-, Werkzeugmacher- und Dreher-Handwerk 

01.10.1989 

 

Frau Doris Kutterer wird als Nachfolgerin von Frau Lisa Kabierske eingestellt, da diese aus Altersgründen ausscheidet. 

01.08.1989 

 

Neue Berufsbezeichnungen werden eingeführt.  

22.01.1986 

 

Umbenennung der Innung in "Metall-Innung Karlsruhe" - Schlosser-, Schmiede-, Maschinenbauer-, Werkzeugmacher und Dreher-Handwerk

01.07.1977 

 

Verlegung der Geschäftsstelle von der Kronenstrasse 2 in die Winterstrasse 44 

21.06.1975

 

Festabend im "Kühlen Krug" anläßlich des 250jährigen Jubiläums der Innung 

13.02.1974

 

nach dem Ausscheiden von Josef Baumstark wird Wilhelm Hofmann neuer Obermeister der Innung 

29.03.1972

 

die "Schmiede- und Fahrzeugbauer-Innung" tritt der Innung bei, der neue Name ist jetzt "Schlosser-, Schmiede- und Maschinenbauer-Innung" 

ab 1967

 

sind die Innungsversammlungen abwechselnd in den Gaststätten "Krone", "Burghof" und "DJK Ost" 

1961-1967

 

ist das Hotel "Zum Hasen" das Tagungslokal der Innung

18.06.1961

 

Wilhelm Weber tritt aus gesundheitlichen Gründen als Obermeister zurück, zum neuen Obermeister wird Josef Baumstark gewählt 

16.03.1960

 

Beitritt der Innung zur "Vereinigten Innungskrankenkasse" 

1952

 

Wahl von Wilhelm Weber zum neuen Obermeister als Nachfolger von Josef Armbrust 

01.06.1950

Umzug in die Kronenstrasse 2
Hellmut Oberföll eröffnet seine Schlosserei im gleichen Haus. Ab 1.10.1950 hilft seine Tochter Lisa halbtags bei der Büroarbeit.

Okt. 1947

 

in der Kaiserallee 16 

Sept. 1947

 

Innungsbüro in der Adlerstrasse 7, dann ab 

1945

 

 

einstimmige Wiederwahl von Wilhelm Daler als Obermeister, der aber wegen seiner Parteizugehörigkeit das Amt nicht ausüben kann, deshalb Wahl von Josef Armbrust zum neuen Obermeister 

08.05.1945

 

 

Kapitulation des Deutschen Reiches, Ende des 2. Weltkrieges. Mühsame Erholung der Innungsbetriebe von den Nachwirkungen des Krieges, Einführung von Materialrationalisierungen 

04.04.1945

 

Besetzung von Karlsruhe durch französische Truppen 

01.02.1943

 

übernimmt Schlossermeister Hellmut Oberföll die Geschäftsführung der Schlosser-Maschinenbauer Innung Karlsruhe in der Adlerstrasse 7 

01.09.1939

 

 

Beginn des 2. Weltkrieges: Während des Krieges hatte auch die Innung schwere Verluste unter den Mitgliedern zu beklagen, ebenso wurden zahlreiche Werkstätten ganz oder teilweise zerstört 

09.11.1935

 

 

wird der "zügellosen Gewerbefreiheit für alle Zeiten ein Ende bereitet", die Handwerkskarte wird eingeführt und der Große Befähigungsnachweis zur Pflicht gemacht

1935

 

zwischenzeitlich Namensänderung in "Schlosser-, Maschinenbauer- und Mühlenbauer-Innung" 

29.08.1933

 

Umwandlung der Innung in eine Pflichtinnung Karlsruhe einschließlich Ettlingen und Durlach

13.05.1933

 

 

NS-Kommissar Doelle leitet eine Innungsversammlung zur Neuwahl des Vorstandes. Gewählt wurde Wilhelm Daler zum neuen Obermeister. Der vorher gewählte Ernst Blum wäre wegen seiner Logen-Mitgliedschaft nicht mehr zu halten gewesen.

21.02.1933

 

 

Ernst Blum wird zum neuen Obermeister gewählt. Er kann das Amt aber nicht antreten, da er als Freimaurer nicht mehr in das neue System paßt. Mit Beginn der "Ära Hitler" werden alle bestehenden Institutionen "gleichgeschaltet" und im Sinne der neuen Machthaber umfunktioniert. Davon sind auch alle Handwerksorganisationen stark betroffen.

Jan. 1933

 

 

der Württembergische Landesverband kann den Anteil an dem gemeinsamen Mitteilungsblatt nicht mehr aufbringen und bittet um Entlassung aus diesen Verpflichtungen

Dez. 1932

 

nach dem Tod von Georg Groke übernimmt Wilhelm Daler die kommissarische Leitung von Innung und Landesverband 

07.04.1931

 

 

Karl Daler tritt aus gesundheitlichen Gründen von seinen Ämtern als Obermeister der Innung und als Vorsitzender des Landesverbandes Badischer Schlossermeister zurück. Georg Groke wird in beiden Ämtern sein Nachfolger

1931

 

gemeinsames Mitteilungsblatt der Landesverbände Baden und Württemberg

Okt. 1930

 

Vereinbarung über die Zusammenarbeit der Landesverbände Baden und Württemberg, Federführung beim badischen Landesverband

06.12.1927

 

Umbenennung der Innung in "Freie Innung für das Schlosser-, Mechaniker- und Kraftfahrzeuggewerbe in Karlsruhe" 

23.-25.05.1925

 

Jubiläumsfeierlichkeiten "200 Jahre Schlosserinnung Karlsruhe" 

17.08.1923

 

 

Beschluß einer Innungsversammlung: Umwandlung der "Freien Innung" in eine Zwangsinnung, der aber juristisch nicht genügte, deshalb Ablehnung des Beschlusses durch die Aufsichtsbehörde

22.05.1923

 

Wiederwahl des bisherigen Obermeisters Karl Daler

ab 1922

 

Tagungen der Innung in der "Alten Linde" im Zirkel Ecke Adlerstrasse

03.02.1920

 

Umbenennung in "Schlosser-, Maschinenbauer- und Mühlenbauer-Innung", erste Versammlung im "Landsknecht"

06.05.1919

 

Umwandlung der "Vereinigung Karlsruher Schlossermeister" in eine "Freie Schlosserinnung Karlsruhe" 

ab 1918

 

fanden die Innungsversammlungen im Gasthaus "Landsknecht", Ecke Zirkel und Herrenstrasse statt 

11.11.1918

 

Ende des 1. Weltkrieges 

1918

 

Einführung des 8-Stunden-Tages 

30.07.1914

 

 

Ausbruch des 1. Weltkrieges. Die folgenden Versammlungen litten unter schwachem Besuch, da einige der Schlossermeister zu den Fahnen einberufen wurden. Das Tagungslokal war in dieser Zeit die Gaststätte "Zum Hohenzollern"

1910

 

erneute Beschwerde der "Organisation" über das Vergabewesen der Stadt Karlsruhe an Karlsruhe Handwerker 

01.10.1908

 

in die bestehende Gewerbeordnung wird das "Gesetz über den Kleinen Befähigungsnachweis" aufgenommen 

15.07.1908

 

 

Ausschusssitzung der "Organisation", einziger T.0.P.: Bekämpfung der Mißstände im Submissionswesen, die auf schikanöse Vergabepraktiken der Stadtverwaltung zurückzuführen sind

15.03.1908

 

Gründung des "Landesverbandes Badischer Schlossermeister" 

02.07.1908

 

Gründung der "Organisation des Bauhandwerkes" in Karlsruhe

09.12.1907

 

 

Gründung des "Verbandes Süddeutscher Schlosserinnungen, Schlossermeistervereinigungen und Schlossermeister" im "Friedrichshof"

13.10.1906

 

Karl Daler neuer Obermeister bis 1931 

21.12.1899

 

 

Versammlung des Meister- und Fabrikatenverbandes und Umbenennung in "Vereinigung Karlsruher Schlossermeister", 1. Vorsitzender bleibt Fabrikant Brand

12.07.1897

 

Auflösung der Innung, beantragt von Obermeister Hammer

12.04.1897

Gründung des "Karlsruher Fabrikanten- und Meisterverbandes der Maschinenfabriken und Schlossereien",
1. Vorsitzender wurde Waagenfabrikant Brand, Schriftführer L. Mees. Es bestanden Verband und Innung nebeneinander 

Febr. 1897

 

Beratungen über die Auflösung der Innung

1896

 

Schlossermeister H. Hammer neuer Obermeister 

um 1892

 

von L. Mees abgelöst wurde, danach bis 

um 1890

 

Schlossermeister J. Schreiner neuer Obermeister, der

26.08.1886

 

Ende der Gewerbefreiheit, Gründung der Schlosser- und Schmiede-Innung, W. Kupferschmied neuer Obermeister

15.10.1862

 

 

 

tritt im Großherzogtum Baden das Gesetz über die Einführung der Gewerbefreiheit in Kraft, was gleichzeitig die Auflösung der Zünfte zur Folge hat. Damit entfielen Meister- und Gesellenprüfungen. Ein Lehrling wurde nach 3 - 4 Lehrjahren "freigesprochen", Meister durfte sich nennen, wer in eigener Verantwortung eine Schlosserei betrieb und Gesellen und Lehrlinge beschäftigte.

1857

 

Gründung eines katholischen Gesellenvereins als Vorläufer des Kolpingvereins

1856

 

 

Aufnahme der Karlsruher Uhrenmacher in die Schlosserzunft. Die Zunft vereinte nun Schlosser, Schmiede, Flaschner, Feilenhauer und Uhrenmacher

22.5.1855

 

Christian Daler wird zum Zunft-Obermeister gewählt, sein Stellvertreter wird Gabriel Römhildt

1834

 

werden auf "Allerhöchste Anordnung" Gewerbeschulen eingerichtet. Der Unterricht fand sonntags statt.

um 1832

 

Tageslokal der Zunft ist das "Waldhorn" Ecke Waldhorn- und Lange Strasse, der späteren Kaiserstrasse 

20.12.1831

 

 

Gründung des Gewerbevereins Karlsruhe unter Beteiligung von Schlossermeister Stubach und Hofschlosser Weiß. - Vorläufer der Kreishandwerkerschaft 

um 1829

 

Gründung der Hospitalkasse der Schlosser-, Messerschmied-, Zeugschmied-, Büchsenmacher-, Sporer- und Feilenhauer-Innung

10.06.1759

 

Melchior Hugenest Zunftmeister, verstorben am 24.03.1773 

1759

 

das Hirschtor im Schlosspark geschmiedet hat

um 1755

 

Carl Nothard vermutlich erster Zunftmeister. Diese Zunft besteht aus 16 Mitgliedern, darunter ist auch Melchior Hugenest, der

17.06.1715

 

Stadtgründung durch Markgraf Carl Wilhelm von Baden-Durlach 

 

 

Quellennachweis: Archiv Metall-Innung Karlsruhe Archiv Wolfgang Daler Archiv Gerhard Weber,

 

 

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